Lästlinge und Schädlinge

Definitionen und Unterschiede

Lästlinge Hannover

Lästlinge

Lästlinge sind kleine Wirbellose wie Insekten, die sich gerne in der Nähe von Menschen aufhalten. Als Lästlinge gelten zum Beispiel Kellerasseln, Silberfische, Fliegen (Fruchtfliegen), Ohrwürmer und Wespen. Diese kleinen Tiere sind für den Menschen nicht gefährlich, ihre Anwesenheit kann aber durchaus als störend empfunden werden – insbesondere wenn es sehr viele sind. Bei übermäßigem Auftreten können Lästlinge zu Schädlingen werden.

Schädlinge

Schädlinge sind Organismen, die Pflanzen, Nahrung und sogar ganze Bauwerke zerstören können und somit den wirtschaftlichen Erfolg der Menschen schmälern. Die Schädlinge werden klassifiziert in Agrar-, Forst-, Vorrats-, Holz- und weitere Materialschädlinge. Schädlinge können alle Arten von Tieren sein, die den Menschen plagen und schädigen, wie zum Beispiel Spinnentiere, Insekten, Milben, Larven, Parasiten, Wespen, Flöhe, Motten, Schaben und Käfer und Nagetiere wie Ratten, Mäuse und Marder.

Deutsche Schabe 

Kleine hellbraune Art mit zwei dunklen Längsstreifen auf dem Halsschild, nachtaktiv. Die deutsche Schabe lebt ca. 6 Monate – in dieser Zeit erfolgt 5-mal eine Eipaketablage. Ein Pärchen und seine Nachkommen können sich in einem Jahr unter günstigen Bedingungen auf ca. 400.000 Stück vermehren. Sie sind massiv Träger von Krankheitskeimen und verunreinigen Lebensmittel. 


Unsere Empfehlung: Unbedingt beseitigen!

Floh

1,6 bis 3,2 mm groß und dunkelrot/braun gefärbt, stark ausgebildete Hinterbeine ermöglichen Sprünge bis 30 cm Höhe und 50 cm Weite. Larven ernähren sich von organischen Materialien, wie Hautschuppen, Blut- oder Kotresten. Schäden: Störung des allgemeinen Wohlbefindens und Hautreizungen durch stark juckende Stiche; Infektionen durch Kratzen der Einstichstellen; Krankheitsüberträger (Typhus, Pest). 


Unsere Empfehlung: Bei hoher Population beseitigen!

Fruchtfliege 

Wird auch Essigfliege genannt, entwickelt sich in überreifen, faulenden Früchten, gärenden Flüssigkeiten und Gemüse.Kein Krankheitsüberträger, aber unakzeptabel, da es sehr schnell zur Massenvermehrung kommt.


Unsere Empfehlung: Bei hoher Population beseitigen!

Kleidermotte 

Gelblich, weißer Falter, ca. 7 mm groß, kein guter Flieger. Raupe trägt selbstproduzierte Gespinströhre mit sich herum. Schäden: Zerstörung von Wolltextilien, Teppichen, Pelzen, Borsten von Bürsten oder Federn.


Unsere Empfehlung: Bei hoher Population beseitigen!

Hausratte 

Die Hausratte bevorzugt warme und trockene Orte wie beispielsweise Speicher oder Hausböden. Sie ist ein sehr guter Kletterer und nutzt ihren Schwanz als Stütz- und Balancierwerkzeug. Das Fell ist braunschwarz und im Gegensatz zur Wanderratte ist der Körperbau eher klein und schlank. Sie erreicht eine Körperlänge von 16 bis 20 cm. Die Schwanzlänge ist immer größer als die Körperlänge und beträgt ca. 19 bis 25 cm. Die Hausratte hat einen spitzen Kopf mit sehr großen Ohren und Augen. Als Nahrung bevorzugt sie vorwiegend pflanzliche Kost. Die Weibchen haben 1 bis 2 Würfe im Jahr mit durchschnittlich 5 bis 8 Jungen. Der Schaden gleicht dem der Wanderratte. Hausratten treten in Deutschland allerdings seltener auf als Wanderratten.


Unsere Empfehlung: Unbedingt beseitigen!

Hausmaus 

Die Hausmaus hat sich stark an den Menschen gebunden und kommt in erster Linie in Gebäuden vor. Bevorzugt lebt sie in trockenen Räumen, kann sich jedoch gut an verschiedene Bedingungen anpassen (Vorkommen in Kühlhäusern). Sie hat eine Körperlänge von ca. 10 cm und einen etwa gleichlangen Schwanz. Als Dämmertier besitzt sie große Augen und Ohren. Das Fell ist auf der Oberseite dunkelgrau bis schwärzlich und wird zur Körperunterseite hin heller grau. Hausmäuse leben in kleineren Familienverbänden mit einem Männchen und mehreren Weibchen. Ein Weibchen hat in einem Jahr 5 bis 8 Würfe mit jeweils durchschnittlich 6 Jungen. Als Nahrung dient den Tieren abwechslungsreiche Mischkost in Form pflanzlicher und tierischer Lebensmittel. Die Hausmaus wird schädlich durch Fraß von Lebensmitteln und deren Verunreinigung mit Exkrementen. Auch die Nagetätigkeit an Gegenständen, Papier, Textilien u.a. zur Gewinnung von Nestmaterial hat große Bedeutung. Zusätzlich können verschiedene Krankheiten durch Kot, Urin oder befressene Lebensmittel übertragen werden. 


Unsere Empfehlung: Unbedingt beseitigen!

Pharaoameise 

Gilt als potenziell gefährlichste Insektenart Mitteleuropas, sehr klein, 1,5–2,5 mm groß, hellorange mit dunkel eingefärbter Hinterleibsspitze. Nester mit Larven und Königinnen befinden sich tief im Mauerwerk. Überträger von Krankheitserregern wie Salmonellen, Streptococcen, u.v.a. 


Unsere Empfehlung: Bei hoher Population beseitigen!

Wanderratte 

Die Wanderratte ist die bei uns am häufigsten vorkommende Rattenart und ihre volkstümlichen Bezeichnungen wie Wasser- oder Kanalratte deuten auf ihre Vorliebe für Wasser hin. Man findet sie an Gräben, Flüssen, Kanälen oder Bächen. Von dort gelangt sie auch in die Kanalisation und damit in die unmittelbare menschliche Umgebung. Auch an trockenen Orten wie Mülldeponien, Viehstallungen oder Getreidespeichern tritt sie auf. Die Tiere haben einen etwas gedrungenen plumpen Körperbau und können eine Körperlänge von 26 cm erreichen. Der Schwanz ist mit einer Länge von bis zu 20 cm immer kürzer als der Körper. Das Fell ist auf der Oberseite graubraun bis rötlichbraun gefärbt, auf der Bauchseite hellgrau bis weißlich. Die Tiere haben zwei bis drei Würfe mit durchschnittlich 8 Jungen im Jahr. Die Wanderratte lebt in Rudeln und ist bekannt für ihre Intelligenz und ihr Misstrauen. Die Wanderratte ist ein Allesfresser und wird schädlich durch den Fraß an Lebens- und Futtermitteln sowie deren Verschmutzung durch Kot und Urin. Des Weiteren können durch Nagetätigkeit erhebliche Materialschäden entstehen. Schließlich haben Ratten eine herausragende Bedeutung als Überträger gefürchteter Krankheiten auf Mensch und Haustiere wie Pest, Cholera. Trichinose, Maul- und Klauenseuche u.a. 


Unsere Empfehlung: Unbedingt beseitigen!

Wespe 

Körper schwarz-gelb gestreift und ca. 12–16 mm groß, ist häufigster und auffälligster Lästling. Schaden: im Normalfall schmerzhafte Stiche mit Quaddelbildung. Für Allergiker kann der Stich unter Umständen tödlich verlaufen! 


Unsere Empfehlung: Bei hoher Population beseitigen!